Lerntyp herausfinden: So lernst du für den Polizei-Eignungstest am besten
Manche Menschen merken sich Stoff über Bilder, andere übers Hören, im Gespräch oder durchs eigene Tun. Welcher Weg ist deiner? Dieser Leitfaden erklärt, was hinter den Lerntypen steckt, was die Forschung dazu wirklich sagt – und wie du dieses Wissen nutzt, um dich klüger auf den Polizei-Eignungstest vorzubereiten. Mit unserer kostenlosen Analyse kennst du am Ende deine persönliche Lernmischung.
Direkt zur Lerntyp-AnalyseWas ist ein Lerntyp?
Ein Lerntyp beschreibt, über welchen Sinneskanal ein Mensch neue Informationen bevorzugt aufnimmt. Bekannt gemacht hat den Begriff der deutsche Biochemiker Frederic Vester in seinem Buch «Denken, Lernen, Vergessen» (1975). Er unterschied vier Lerntypen – die meisten Menschen sind eine Mischung aus mehreren davon:
Über das Auge: Bilder, Grafiken, Mindmaps, farbige Notizen. Eine Stärke beim Figurenmatrizen- und Logiktraining.
Über das Ohr: Erklärungen, lautes Vorlesen, Sprachnotizen. Eine Stärke beim Diktat und in mündlichen Prüfungsteilen.
Im Dialog: diskutieren, erklären, in der Gruppe lernen. Eine Stärke im Assessment und im Vorstellungsgespräch.
Durch Tun: von Hand schreiben, ausprobieren, sich bewegen. Eine Stärke beim Sporttest und beim praktischen Üben.
Warum dein Lerntyp für die Polizei-Vorbereitung zählt
Der Eignungstest verlangt dir auf mehreren Feldern gleichzeitig etwas ab. Wer seinen bevorzugten Lernweg kennt, geht die Vorbereitung bewusster an – aus drei Gründen:
Wer versteht, wie er am besten lernt, plant die Vorbereitung gezielter und verliert weniger Zeit mit Methoden, die nicht greifen.
Vom Diktat über Mathematik und logisches Denken bis zum Sporttest wählst du Techniken, die zu dir passen – und gleichst blinde Flecken bewusst aus.
Lernen, das sich stimmig anfühlt, hältst du in der intensiven Vorbereitungszeit eher durch. Und Dranbleiben entscheidet am Ende über das Bestehen.
Bevor wir tiefer einsteigen: Finde zuerst deine persönliche Mischung heraus. Die Analyse dauert rund vier Minuten, zeigt dir deine Anteile als Kuchendiagramm und prüft im zweiten Teil, welche bewährten Lernstrategien du schon nutzt.
Wie lernst du am besten?
Kaum jemand ist ein reiner Lerntyp – die meisten von uns sind ein Mischtyp. Deshalb erlaubt diese Analyse Mehrfachantworten: 14 Situationsfragen zeigen deine persönliche Mischung aus vier Lernkanälen, sechs kurze Fragen prüfen danach, wie du heute schon lernst. Am Ende kennst du dein Profil in Prozent, deinen Misch- oder Haupttyp und deine grössten Hebel.
20 Fragen in zwei Teilen · rund 4 Minuten · keine Anmeldung nötig
Basiert auf den Lernkanälen nach Vester und der VARK-Methodik (Mehrfachauswahl), ergänzt um den Strategie-Forschungsstand (Dunlosky et al. 2013).
Was die Wissenschaft wirklich sagt
So beliebt das Modell ist – ein paar Dinge solltest du ehrlich einordnen, sonst führt dich dein Lerntyp in die Irre. Genau diese Klarheit unterscheidet eine seriöse Vorbereitung von gut gemeinten Lernmythen.
Mischformen sind der Normalfall. Wir nutzen alle vier Kanäle, nur unterschiedlich stark. Deshalb zeigt dir die Analyse oben deine Anteile als prozentuale Mischung – keine einzelne Schublade.
Die Annahme, man lerne besser, wenn der Stoff genau zum eigenen Lerntyp passt (die sogenannte Meshing-Hypothese), liess sich in Studien nicht bestätigen (u. a. Pashler et al., 2008; Coffield et al., 2004). Wer sich auf einen einzigen Kanal beschränkt, verschenkt sogar Potenzial.
Wirksam sind multimodales Lernen – also mehrere Kanäle kombinieren – und die Selbstreflexion darüber, wie du lernst. Dein Lerntyp ist damit ein Kompass für die Selbstkenntnis, kein Korsett.
Wie du deinen Lerntyp herausfindest
Wann macht es bei dir «Klick» – beim Sehen, beim Hören, im Gespräch oder beim eigenen Tun? Dein bisheriges Lernverhalten ist der erste Hinweis.
Teste verschiedene Methoden an echtem Prüfungsstoff und achte darauf, womit der Stoff bei dir am besten hängen bleibt.
Am schnellsten geht es mit unserer Lerntyp-Analyse weiter oben: 20 Fragen in zwei Teilen, dann siehst du deine persönliche Mischung aus den vier Lernkanälen – und wo deine Lernstrategien noch Luft nach oben haben.
Vom Lerntyp zur Lernstrategie: Was nachweislich wirkt
Dein Lerntyp sagt dir, wie du den Stoff am liebsten aufnimmst. Wie gut du ihn behältst, entscheiden aber vor allem zwei Methoden, welche die Lernforschung immer wieder bestätigt (etwa Dunlosky et al., 2013):
Statt nur zu lesen, rufst du Wissen aktiv ab – mit Testfragen, Karteikarten oder indem du es jemandem erklärst. Genau dieses Prinzip steckt in den Trainern unserer Lernplattform: Frage, Antwort, sofortiges Feedback.
Wiederhole in wachsenden Abständen, statt alles kurz vor der Prüfung. Das wirkt gegen die Vergessenskurve nach Ebbinghaus – der Leitner-Karteikasten ist die einfachste Umsetzung.
Verbinde deine Stärke mit einem zweiten Kanal, etwa visuelle Übersicht plus lautes Erklären. So nutzt du mehrere Lernwege gleichzeitig, statt dich auf einen zu beschränken.
Setze das direkt um: Im geschützten Lernbereich der Lernplattform trainierst du Deutsch, Mathematik, logisches Denken und Figurenmatrizen mit genau diesem Frage-Antwort-Prinzip. Einen Überblick über alle Prüfungsteile findest du beim Eignungstest Zürich.
Häufige Fragen zum Lerntyp
Ein Lerntyp beschreibt, über welchen Sinneskanal ein Mensch neue Informationen bevorzugt aufnimmt. Das bekannteste Modell stammt von Frederic Vester und unterscheidet vier Kanäle: visuell (über das Auge), auditiv (über das Ohr), kommunikativ (im Gespräch) und motorisch (durch eigenes Tun).
Deinen Lernweg gemeinsam gehen
Die Lerntyp-Analyse zeigt dir den Start. Den Weg zur bestandenen Aufnahmeprüfung gehst du nicht allein: In unserem Polizei-Vorbereitungskurs lernst du live in kleinen Gruppen mit höchstens vier Teilnehmenden – persönlich begleitet und auf deine Stärken abgestimmt.
